Aktuelles
Stadt Groß-Bieberau  Aktuelles

Jahr 2005 | 18. Woche | 02.05.05 - 08.05.05
1 Jahr AKDE Rodau

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Historische Höhenmarke

Bei der Einmündung der L 3477 in die B 38 befinden sich in Groß-Bieberau am Gasthaus ‚Zum Odenwald', Ludwig Reinheimer (Bahnhofstraße 2) zwei Höhenmarken. Etwa 0,9 m über Pflaster ist ein Höhenbolzen mit der Inschrift ‚Gr. Hess. Hoehen Messung' angebracht; seine amtliche Höhe über Normal-Null beträgt 163,376 m.

In einem Abstand von ca. 0,9 m über dieser Marke fällt eine zweite, sehr seltene Festlegung auf. Dort ist eine gusseiserne, kreisrunde platte mit einem Durchmesser von 0,2 m eingelassen mit der Aufschrift ‚Europäische Gradmessung' und der Höhenangabe 164,331 m über NN.

Die Platte schützt einen Bolzen von 10 cm Länge und 2 cm Durchmesser, der in das Mauerwerk eingelassen ist. Der Bolzen hat am Kopfende eine 4 mm weite Bohrung, die sich mit einem Loch in der Schutzplatte deckt. Diese Höhenmarke ist zwar im amtlichen Höhenfestpunktfeld nicht nachgewiesen; sie hat jedoch eine historische Bedeutung. Ihre dauerhafte Erhaltung ist daher nachdrücklich zu wünschen.

Anlaß für die Festlegung und Vermessung solcher Punkte war die Absicht, die Größe und Gestalt der Erde zu bestimmen. Solche schon in früheren Jahrhunderten ausgeführten Arbeiten konnten im 19. Jahrhundert mit verbesserten Geräten und Methoden in der Genauigkeit erheblich gesteigert werden.

Am 07.10.1867 wurde auf Anregung des preußischen Generals Baeyer die Institution ‚Europäische Gradmessung' ins Leben gerufen. Eine der Aufgaben der Kommission war, die gegenseitigen Höhenverhältnisse der europäischen Meere mit aller wissenschaftlichen Strenge festzustellen. Hierzu zählte das Gradmessungs-Nivellement zwischen Swinemünde und Konstanz (Ostsee, Bodensee). Einbezogen wurden die Beobachtungen aus dfem Großherzoglichen Hessischen Hauptnivellement. Dieses hessische Unternehmen stand unter der verantwortlichen Leitung des Obersteuerdirektors Dr. Hügel, der gleichzeitig hessischer Kommissär der Gradmessungs-Kommission war. Sein technischer Mitarbeiter war der Großherzogliche Obersteuer-Revisor Bender. Die Höhenmarken Groß-Bieberau lagen auf einer Nivellementslinie zwischen Gumpener Kreuz und Reinheim. Festlegung und Vermessung erfolgten in den Jahren 1872/77. Das Nivellierinstrument stammte von dem Darmstädter Mechanikus Schäfer. Nachfolger Dr. Hügels als hessischer Bevollmächtigter bei der Europäischen Gradmessung wurde Professor Dr. Nell (TH Darmstadt) von 1878 bis 1898.

Wir danken Heinz Reinheimer für das Überlassen der Daten.


Informationsschild für ‚Alte Landwehr'

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins Museumsstrasse Bergstraße-Odenwald im Bürgerzentrum in Groß-Bieberau überreichte Erste Kreisbeigeordnete Celine Fries und Landrat Horst Schnur vom Odenwaldkreis ein Informationsschild der ‚Alten Landwehr' an den Ersten Stadtrat der Stadt Groß-Bieberau, Rudi Lorenz.

Eine Landwehr, so recherchierten die Hobby-Heimatkundler ist die Bezeichnung für eine altertümliche Territorialgrenze. In einfachster Ausführung besteht die Anlage aus einem Graben mit dahinter aufgeschüttetem Wall. Die einst darauf gepflanzten Feldahorn und Hainbuchen hat man ‚auf den Stock geschnitten' und zur Erde gebogen. Die Neuaustriebe haben dann als undurchdringliches ‚Gebück' Grenzüberschreitungen stark erschwert und den Warentransport auf kontrollierbare Wege gezwungen.
Diese Landwehr kennzeichnet heute noch die Grenze zwischen dem Odenwaldkreis und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Sie lief einst geradlinig nach rechts in Richtung Hippelsbach. Wenige Schritte nach links, oberhalb dieser Stelle ist ein hier gefundener Hinkelstein aufgestellt und eine Rekonstruktion dieser Landwehr angelegt.
Die von Schülern der Albert-Einstein-Schule und der Jugendfeuerwehr rekonstruierte Landwehr ist etwa 30 Meter lang und fünf Meter breit.

Das neue Schild wird Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer auf das Kleinod hinweisen.


Herr Fritz Volz feierte 80. Geburtstag

Seinen 80. Geburtstag feierte jetzt Herr Fritz Volz in der Lichtenberger Str. 28
Bürgermeister Werner Seubert überreichte ein Präsent und gratulierte dem Jubilar im Namen des Magistrates der Stadt Groß-Bieberau sehr herzlich.


Spatenstich für Wohnanlage für behinderte Menschen in Groß-Bieberau

Die Nieder Ramstädter Diakonie baut in Groß-Bieberau eine Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen. Im Neubaugebiet ‚Im Falltor' wurde jetzt der erste Spatenstich vollzogen.

Herr Diehl von der Nieder Ramstädter Diakonie dankte Landesdirektor Lutz Bauer für den Bewilligungsbescheid von 2,3 Millionen Euro. Worte des Dankes richtete Diehl auch an Bürgermeister Werner Seubert, der bereits seit Ende der 90er Jahre das Bauvorhaben unterstützte um die Integration von Menschen mit Behinderungen voranzubringen.

Auf einer Nutzfläche von 1.700 Quadratmeter werden 36 Wohnplätze, dazu acht Plätze im Trainingswohnen und vier Plätze für Kurzzeitpflege geschaffen.
Alle anwesenden öffentlichen Vertreter wünschten ein ‚unfallfreies Bauen' , die Architekten versprachen die Bezugsfertigstellung für März 2006.

Mitteilungen aus dem Stadtgeschehen
2005 | 16. Woche
 Weibliche D1 Jugend der JSG Groß-Bieberau/Modau ist Meister
 Herr Stefan Nowak feierte 80. Geburtstag
 Gold und Silber für Bernd Führer und Fritz Volz
 Luftwaffenmusikkorps begeistert Groß-Bieberauer Publikum
 Fleißige Helfer im Kindergarten ‚Mullewapp'
 Albert - Einstein - Schule Groß-Bieberau

2005 | 17. Woche
 Nachlese Benefizkonzert Luftwaffenmusikkorps 2 in Groß-Bieberau
 Dorothea und Heinz Ihrig feierten Goldene Hochzeit
 Zahlreiche Besucher beim Rodauer Osterfeuer

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