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Kerb


Kerb 2013Kerb (Kirchweih)
Das Kirchweihfest wird seit dem Mittelalter als religiöses Fest anlässlich der Weihe der Kirche oder eines kirchlichen Gebäudes gefeiert. Im Laufe der Zeit wurde der Kirchweihtermin aus verschiedenen Gründen manchmal auch verschoben. Die ursprünglich religiöse Bedeutung dieses Festes ist heute bisweilen etwas verlorengegangen. Von alters her wurde immer werktags am Donnerstag und nach dem Gallustag (=16 Oktober) und dem nachfolgenden Freitag gefeiert und erst um 1950 ist dies auf Sonntag und Montag verlegt worden.
Groß-Bieberau feiert am letzten Wochenende im Oktober, Rodau am letzten Wochenende im September seine Kirchweih. Für die ländliche Bevölkerung war es eines der wichtigsten Feste im Jahr, man hatte sonst doch selten die Möglichkeit, bei Musik, Tanz, gutem Essen und Trinken die Mühen des Alltags zu vergessen. Anlässlich der Kirchweih findet neben Gottesdienst ein Volksfest mit Fahrgeschäften (z.B. Karusell etc.) und sonstigen Vergnügungen statt. Früher gab es an der Kirchweih - 1661 bezeichnenderweise auch "Kirchmess" genannt - meist eine Verkaufsmesse für Vieh und landwirtschaftliche Produkte.
Die Organisation der Kirchweih übernehmen zumeist unverheiratete "Kerbborsch" und "Kerbmädchen" eines bestimmten Jahrgangs, bzw. der Kerbverein. Die Kirchweih beginnt meist am Freitag mit der Ausgrabung der Kirchweih (Flasche Wein oder Sekt) und dem Aufstellen des Kerbbaumes. Sonntags findet ein Kerbumzug statt, bei dem Gruppen, Vereine und Personen aus dem Ort und der Region meist mit einfallsreich gestalteten Wagen/Traktoren durch die Straßen ziehen. Mit einer Kerbrede durch den "Kerbevadder" wird in ironischen Versen das Jahresgeschehen glossiert. Hierbei entwickelt sich zwischen dem "Kerbevadder" und dem Glöckner bzw. Kerblakai ein Dialog: "Wem ist die Kerb?" - Unser! ... "Hierbei wird traditionell der Kerbemarsch gespielt ("Die Biewerarer/Rerer Kerb is do, wos sind die Leit so froh, es is e Reitschul do.") Montags klingt dann mit Frühshoppen in allen Lokalen die Kirchweih aus. Mit dem Eingraben und dem Verbrennen der Kerbpuppe am Dienstag wird die Kerb wieder begraben. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde in Groß-Bieberau zwei Wochen nach der Kerb die Nachkerb gefeiert, u.a. ebenfalls mit Tanzmusik.


Kerb 2013


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